Bemerkungen zur Magendrehung
Magendrehung - Ursachen
- mehrere Faktoren als Ursache sind möglich;
- anatomische Voraussetzungen (Körperbau: schmaler und tiefer Brustkorb)
- Fütterungsfehler (zu schnelle Nahrungsaufnahme, zu große Nahrungsmengen)
- Haltungsfehler, Unwissenheit und mangelhafte Sorgfalt
Magendrehung - Die Symptome
- wann: oft kurz nach der Futteraufnahme, und Nachts
- wer: meist große Rassen aber auch kleinere Hunde und Katzen
- Unruhe, Ängstlichkeit, Schmerzen, gekrümmter Gang
- blasse Schleimhäute, schwacher Puls, Schock Symptome
- oft deutliche Aufgasung (aber nicht immer!)
- Speicheln, Würgen, Versuch des Erbrechens ohne Erfolg
- Ausspucken von neu aufgenommener Nahrung und Wasser
Magendrehung - Die Auswirkungen
- Magenerweiterung durch Aufgasen
- Lageveränderung um bis zu 360°um die Längsachse
- Kompression der Lebervene
- Abschnüren von Ein- und Ausgang
- Unterbrechung der Blutgefäße
- Einengung des Herzbeutels
- sinkender Blutdruck, Erschlaffung der Gefäßwände
- Zunahme der Herzfrequenz, flache Atmung, Panik
- Schock
Magendrehung - Was passiert im Körper
- Drehung des Magens um die Längsachse
- Aufgasung
- Abknicken der Blutgefäße
- weitere Drehung
- Verschluß von Magen Ein- und Ausgang
- weitere Aufgasung
--> ein Teufelskreis ensteht
Magendrehung - Was ist zu tun
- sofort zum Tierarzt/Tierklinik; telefonisch anmelden; Eile ist geboten
- Gefahr einer Magenruptur (Zerreißung der Magenwand)
- Schädigung der Herzmuskulatur
- Absterben von Teilen der Magenwand
- Schäden an der Milz, dem Darmgewebe
- akute Lebensgefahr durch Kreislaufstillstand und Toxine
- möglichst schnelle ärztliche Hilfe, Not-Operation
Magendrehung - Behandlung (durch Tierarzt)
- Stabilisierung des Kreislaufes, Schockbehandlung
- Aufgasung beseitigen (Sonde), eventuell Operation
- bei Operation: abgestorbenes Gewebe (Magen) entfernen,
- Magen zurückverlagern, an der Bauchwand befestigen
- Magen spülen
- innere Organe auf Schäden überprüfen
Magendrehung - kann man Vorbeugen?
- täglich 2 bis 3 Fütterungen (dadurch kleinere Portionen), möglichst regelmäßig
- Trockenfutter nicht einweichen, nur anfeuchten
- hochwertiges Futter verwenden, am besten Mischung Dose / Trocken
- nach der Fütterung mindestens 2 Stunden Ruhe !
- Napf nicht hochstellen
- keine Zusatzstoffe
- Vorsicht bei Kauartikeln
Magen und Co ...
- Magen:
Vorratsbehälter, Salzsäure, Keime, Vorbereitung der Verdauung, Mengenkontrolle - Dünndarm:
Enzyme, Nährstoffbausteine, Absorption - Dickdarm:
Wasserentzug, Darmflora, wasserlösliche Vitamine - Magenmotorik:
Nahrungsbrei durchmischen - Darmperistaltik:
Nahrungsbrei transportieren - Darmflora:
Population aus bestimmten Mikroorganismen
Quelle: Pedigree